B-Vitamine

B-Vitamine: alle acht erklärt, mit den zugelassenen EU-Angaben

Acht Vitamine tragen ein B im Namen — und kaum eine andere Nährstoffgruppe ist so eng verzahnt. Sie arbeiten in denselben Stoffwechselwegen, greifen ineinander und werden deshalb meist gemeinsam ergänzt. Auf dieser Seite findest du jedes der acht B-Vitamine einzeln erklärt — inklusive der vollständigen Liste der Angaben, die das europäische Lebensmittelrecht dafür zulässt. Dazu: warum die chemische Form über die Verwertung entscheidet, wer einen erhöhten Bedarf hat und welches unserer drei Produkte zu welcher Situation passt.

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Ratgeber

Alles über B-Vitamine

B-Vitamine kaufen: alle acht im Überblick, mit den zugelassenen Angaben

Die B-Gruppe ist die vielfältigste Vitaminfamilie überhaupt. Ihre acht Mitglieder haben eigene Aufgaben, hängen im Stoffwechsel aber so eng zusammen, dass sie fast immer gemeinsam betrachtet werden. Wer nur eines davon ergänzt, verschenkt in der Regel die Hälfte.

Diese Seite ist bewusst ausführlich: Sie listet für jedes B-Vitamin die vollständigen zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben im Wortlaut der EU-Unionsliste auf — das findest du in dieser Form auf kaum einer anderen Shop-Seite. Dazu die Formen-Frage, den Bedarf und unsere drei Produkte. Teil unserer Vitamine-Kategorie.

Was B-Vitamine sind — und warum sie als Komplex gedacht werden

Die acht B-Vitamine sind chemisch nicht verwandt. Zusammengefasst wurden sie ursprünglich, weil man sie gemeinsam in denselben Lebensmitteln fand — in Hefe, Leber, Vollkorn. Was zunächst wie ein einziger Stoff aussah, entpuppte sich nach und nach als Gruppe eigenständiger Vitamine.

Warum die Nummerierung Lücken hat

Wer die Reihe B1, B2, B3, B5, B6, B7, B9, B12 sieht, fragt sich zu Recht, wo B4, B8, B10 und B11 geblieben sind. Die Antwort: Diese Substanzen wurden anfangs für Vitamine gehalten, verloren den Status aber wieder — teils, weil der Körper sie selbst herstellen kann, teils weil sie sich als bereits bekannte Stoffe erwiesen. Die Lücken in der Zählung sind also historisch, nicht sachlich.

Wasserlöslich — mit einer bemerkenswerten Ausnahme

Alle acht sind wasserlöslich. Der Körper speichert sie kaum und scheidet Überschüsse über die Nieren aus; deshalb ist eine regelmäßige Zufuhr wichtiger als eine hohe Einzelmenge. Die Ausnahme ist Vitamin B12: Es wird in der Leber gespeichert, und dieser Speicher reicht bei gefüllten Depots über Jahre. Genau das macht einen B12-Mangel tückisch — er entwickelt sich schleichend und wird oft spät bemerkt.

Was „Komplex“ bedeutet

Ein B-Komplex enthält alle acht Vitamine in einem Präparat. Das ergibt Sinn, weil sie in denselben Stoffwechselwegen arbeiten: Im Energiestoffwechsel sind sechs der acht beteiligt, im Homocystein-Stoffwechsel drei, in der Blutbildung ebenfalls drei. Ein einzelnes hoch dosiertes B-Vitamin kann das Gefüge sogar aus der Balance bringen.

Die acht B-Vitamine im Detail — mit allen zugelassenen Angaben

Alle folgenden Aussagen stammen aus der EU-Unionsliste nach Verordnung (EU) Nr. 432/2012. Sie sind zugelassen, wenn das Produkt mindestens 15 Prozent der Referenzmenge pro Portion liefert. Wir geben sie im Wortlaut wieder — nichts davon ist eine Interpretation.

Vitamin B1 — Thiamin

Thiamin war das erste entdeckte Vitamin überhaupt; seine Geschichte beginnt mit der Mangelkrankheit Beriberi im Asien des 19. Jahrhunderts, ausgelöst durch geschälten Reis. Im Körper ist es als Coenzym am Abbau von Kohlenhydraten beteiligt — je mehr davon auf dem Teller landet, desto höher der Bedarf. Die Referenzmenge liegt bei 1,1 mg pro Tag.

Zugelassene Angaben für Thiamin:

  • trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei
  • trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei
  • trägt zur normalen psychischen Funktion bei
  • trägt zu einer normalen Herzfunktion bei

Vitamin B2 — Riboflavin

Riboflavin trägt die längste Claim-Liste der ganzen Gruppe. Es ist an der Atmungskette in den Mitochondrien beteiligt und wird zusätzlich gebraucht, um andere Vitamine zu aktivieren — unter anderem B6 und Folat. Erkennbar ist es an seiner Farbe: Riboflavin färbt den Urin intensiv gelb, was harmlos ist und lediglich zeigt, dass Überschüsse ausgeschieden werden. Referenzmenge: 1,4 mg.

Zugelassene Angaben für Riboflavin:

  • trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei
  • trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei
  • trägt zur Erhaltung normaler Schleimhäute bei
  • trägt zur Erhaltung normaler roter Blutkörperchen bei
  • trägt zur Erhaltung normaler Haut bei
  • trägt zur Erhaltung normaler Sehkraft bei
  • trägt zu einem normalen Eisenstoffwechsel bei
  • trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen
  • trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei

Vitamin B3 — Niacin

Niacin ist ein Sammelbegriff für Nicotinsäure und Nicotinamid. Es nimmt eine Sonderstellung ein, weil der Körper es teilweise selbst aus der Aminosäure Tryptophan bilden kann — etwa 60 mg Tryptophan ergeben 1 mg Niacin. Deshalb wird der Bedarf in Niacin-Äquivalenten (NE) angegeben; die Referenzmenge liegt bei 16 mg NE.

Zugelassene Angaben für Niacin:

  • trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei
  • trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei
  • trägt zur normalen psychischen Funktion bei
  • trägt zur Erhaltung normaler Schleimhäute bei
  • trägt zur Erhaltung normaler Haut bei
  • trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei

Vitamin B5 — Pantothensäure

Der Name kommt vom griechischen pantothen — „überall“. Pantothensäure steckt tatsächlich in nahezu allen Lebensmitteln, weshalb eine Unterversorgung selten ist. Im Körper ist sie Baustein des Coenzyms A, das an unzähligen Stoffwechselschritten beteiligt ist. Referenzmenge: 6 mg.

Zugelassene Angaben für Pantothensäure:

  • trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei
  • trägt zu einer normalen geistigen Leistung bei
  • trägt zu einer normalen Synthese und einem normalen Stoffwechsel von Steroidhormonen, Vitamin D und einigen Neurotransmittern bei
  • trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei

Vitamin B6 — Pyridoxin

B6 ist das Vitamin des Eiweißstoffwechsels: Je mehr Protein jemand isst, desto höher sein Bedarf. Es ist an über 100 enzymatischen Reaktionen beteiligt, unter anderem an der Bildung von Botenstoffen im Nervensystem. Zusammen mit Folat und B12 bildet es außerdem das Trio des Homocystein-Stoffwechsels. Referenzmenge: 1,4 mg.

Zugelassene Angaben für Vitamin B6:

  • trägt zu einer normalen Cystein-Synthese bei
  • trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei
  • trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei
  • trägt zu einem normalen Homocystein-Stoffwechsel bei
  • trägt zu einem normalen Eiweiß- und Glykogenstoffwechsel bei
  • trägt zur normalen psychischen Funktion bei
  • trägt zur normalen Bildung roter Blutkörperchen bei
  • trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei
  • trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei
  • trägt zur Regulierung der Hormontätigkeit bei

Vitamin B7 — Biotin

Biotin ist das Vitamin, das die meisten mit Haaren und Nägeln verbinden — und das zu Recht, denn es trägt zwei entsprechende zugelassene Angaben. Eine Besonderheit: Rohes Eiklar enthält Avidin, ein Protein, das Biotin bindet und die Aufnahme hemmt; beim Erhitzen wird es zerstört. Referenzmenge: 50 µg.

Zugelassene Angaben für Biotin:

  • trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei
  • trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei
  • trägt zu einem normalen Stoffwechsel von Makronährstoffen bei
  • trägt zur normalen psychischen Funktion bei
  • trägt zur Erhaltung normaler Haare bei
  • trägt zur Erhaltung normaler Schleimhäute bei
  • trägt zur Erhaltung normaler Haut bei

Vitamin B9 — Folat und Folsäure

Der Name kommt vom lateinischen folium, dem Blatt — entdeckt wurde das Vitamin in Spinat. Zwei Begriffe werden oft verwechselt: Folat ist die natürliche Form in Lebensmitteln, Folsäure die synthetische, die der Körper erst umbauen muss. Kein Vitamin ist so eng mit einem Lebensabschnitt verknüpft wie dieses: Der Bedarf steigt in der Schwangerschaft deutlich. Referenzmenge: 200 µg.

Zugelassene Angaben für Folat:

  • trägt zum Wachstum des mütterlichen Gewebes während der Schwangerschaft bei
  • trägt zu einer normalen Aminosäuresynthese bei
  • trägt zur normalen Blutbildung bei
  • trägt zu einem normalen Homocystein-Stoffwechsel bei
  • trägt zur normalen psychischen Funktion bei
  • trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei
  • trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei
  • hat eine Funktion bei der Zellteilung

Wichtig bei Kinderwunsch: Für Folsäure existiert zusätzlich eine Angabe zur Risikominderung, die an strenge Bedingungen geknüpft ist und ärztlich begleitet gehört. Wer schwanger ist oder es werden möchte, bespricht die Folat-Versorgung deshalb mit Arzt oder Hebamme — nicht mit einer Produktseite.

Vitamin B12 — Cobalamin

B12 ist das komplexeste Vitaminmolekül überhaupt und das einzige, das ein Metallatom enthält: Kobalt, daher der Name. Es ist zugleich das kritischste, weil es in nennenswerten Mengen praktisch nur in tierischen Lebensmitteln vorkommt. Hergestellt wird es weder von Pflanzen noch von Tieren, sondern von Mikroorganismen — Wiederkäuer bekommen es über ihre Pansenbakterien, wir über tierische Produkte oder eine Ergänzung. Referenzmenge: 2,5 µg.

Zugelassene Angaben für Vitamin B12:

  • trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei
  • trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei
  • trägt zu einem normalen Homocystein-Stoffwechsel bei
  • trägt zur normalen psychischen Funktion bei
  • trägt zur normalen Bildung roter Blutkörperchen bei
  • trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei
  • trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei
  • hat eine Funktion bei der Zellteilung

Der Aufnahmeweg von B12 — und warum er störanfällig ist

Kein anderes Vitamin hat einen so aufwendigen Weg in den Körper. B12 braucht den Intrinsic Factor, ein Transportprotein aus der Magenschleimhaut, um im letzten Dünndarmabschnitt aufgenommen zu werden. Ist die Magenschleimhaut beeinträchtigt oder fehlt der Intrinsic Factor, funktioniert dieser Weg nicht mehr richtig — unabhängig davon, wie viel B12 auf dem Teller landet. Das ist der Grund, warum die B12-Versorgung im Alter und bei bestimmten Magen-Darm-Erkrankungen ein ärztliches Thema ist.

Die Homocystein-Achse: B6, B9 und B12

Drei B-Vitamine teilen sich eine Aufgabe, und das ist der schönste Beleg dafür, warum die Gruppe als Komplex gedacht wird. Homocystein ist eine Aminosäure, die im Eiweißstoffwechsel entsteht und laufend wieder abgebaut werden muss. Genau dafür braucht der Körper alle drei: Vitamin B6, Folat und Vitamin B12 tragen jeweils zu einem normalen Homocystein-Stoffwechsel bei.

Fehlt eines davon, stockt der Abbauweg — die anderen beiden können das nur begrenzt auffangen. Deshalb ergibt es bei diesem Thema wenig Sinn, ein einzelnes B-Vitamin isoliert zu ergänzen.

Bioaktive Formen: warum die Verbindung über die Verwertung entscheidet

Auf dem Etikett steht „Vitamin B12“ oder „Folsäure“ — aber dahinter stecken sehr unterschiedliche Verbindungen. Der Körper muss die meisten davon erst umbauen, bevor er sie nutzen kann. Bioaktive Formen sparen diesen Schritt.

Methylcobalamin statt Cyanocobalamin

Cyanocobalamin ist die billigste und stabilste B12-Form; der Körper muss die Cyanid-Gruppe abspalten und das Molekül umbauen. Methylcobalamin ist bereits eine der im Körper aktiven Formen. Unser Vitamin B12 setzt auf Methylcobalamin.

Folat statt Folsäure

Synthetische Folsäure muss über mehrere Schritte in die aktive Form 5-Methyltetrahydrofolat umgewandelt werden. Ein Teil der Bevölkerung trägt genetische Varianten des dafür zuständigen Enzyms, bei denen dieser Umbau langsamer läuft. Direkt verfügbare Folat-Formen umgehen das Problem.

P-5-P statt Pyridoxin

Pyridoxal-5-Phosphat ist die Coenzymform von Vitamin B6 — die Variante, in der das Vitamin im Stoffwechsel tatsächlich arbeitet.

Nicotinamid statt Nicotinsäure

Nicotinsäure kann in höheren Mengen den bekannten „Niacin-Flush“ auslösen: eine harmlose, aber unangenehme Hautrötung mit Wärmegefühl. Nicotinamid hat diesen Effekt nicht.

Genau diese Unterschiede machen den Unterschied zwischen unserem B Komplex Forte und dem B Komplex Aktiv aus.

Unsere drei B-Vitamin-Produkte

VITALPLANT VITAMIN B KOMPLEX FORTE — alle acht in einer Kapsel

  • Alle 8 B-Vitamine: B1, B2, B3, B5, B6, B7, B9 und B12
  • Eine Kapsel täglich — 90 Kapseln reichen für rund drei Monate
  • B1, B6 und B12 tragen zur normalen Funktion des Nervensystems bei
  • Mehrere B-Vitamine tragen zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei
  • Vegan, ohne Magnesiumstearat und Füllstoffe, laborgeprüft

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VITALPLANT VITAMIN B KOMPLEX AKTIV — bioaktive Formen plus Cofaktoren

  • Alle 8 B-Vitamine in aktivierten Formen
  • Ergänzt um Cholin, Alpha-Liponsäure und Coenzym Q10
  • Eine Kapsel täglich — 90 Kapseln für rund drei Monate
  • Für alle, die ein breiteres Profil suchen als die reine B-Gruppe
  • Vegan, laborgeprüft, abgefüllt in Memmingen

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VITALPLANT VITAMIN B12 — Methylcobalamin mit Buchweizenkeimextrakt

  • Vitamin B12 als bioaktives Methylcobalamin
  • 1,25 µg pro Kapsel — 50 Prozent der Referenzmenge (NRV)
  • Mit natürlichem Buchweizenkeimextrakt als pflanzlicher Basis
  • Vitamin B12 trägt zur normalen Funktion des Nervensystems bei
  • Vegan — die Einzellösung für eine pflanzenbetonte Ernährung

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Welches Produkt passt zu dir?

  • Du willst die B-Gruppe unkompliziert abdecken → B Komplex Forte. Alle acht, eine Kapsel, drei Monate Vorrat.
  • Du legst Wert auf bioaktive Formen und möchtest zusätzlich Cholin, Alpha-Liponsäure und Q10 → B Komplex Aktiv.
  • Du ernährst dich pflanzlich und brauchst gezielt B12 → das Einzelpräparat mit Methylcobalamin. Wer bereits einen Komplex nimmt, hat B12 dort schon enthalten.

Wer einen erhöhten Bedarf hat

Pflanzliche Ernährung

Der klarste Fall. Vitamin B12 kommt in nennenswerter Menge nur in tierischen Lebensmitteln vor — bei veganer Ernährung ist eine Ergänzung aus ernährungswissenschaftlicher Sicht notwendig, nicht optional. Auch Riboflavin verdient einen Blick, weil Milchprodukte eine Hauptquelle sind.

Schwangerschaft und Kinderwunsch

Der Folat-Bedarf steigt deutlich. Folat trägt zum Wachstum des mütterlichen Gewebes während der Schwangerschaft bei. Diese Versorgung gehört in ärztliche Begleitung — nicht in Eigenregie.

Höheres Alter

Mit den Jahren lässt die Magensäureproduktion nach, und damit die B12-Aufnahme über den Intrinsic-Factor-Weg. Gleichzeitig sinkt oft die Nahrungsmenge insgesamt.

Intensiver Sport

Sechs der acht B-Vitamine sind am Energiestoffwechsel beteiligt. Wer viel Energie umsetzt, hat entsprechend höheren Bedarf — und verliert über den Schweiß zusätzlich wasserlösliche Vitamine.

Bestimmte Medikamente

Einige Arzneimittel beeinflussen den B-Vitamin-Status, darunter Säureblocker, bestimmte Diabetesmedikamente und die Antibabypille. Das ist kein Grund zur Sorge, aber ein guter Anlass, das Thema in der Apotheke oder beim Arzt anzusprechen — bitte nichts eigenmächtig ändern.

Regelmäßiger Alkoholkonsum

Alkohol beeinträchtigt Aufnahme und Verwertung mehrerer B-Vitamine, besonders von Thiamin und Folat.

B-Vitamine in Lebensmitteln

  • B1 (Thiamin): Schweinefleisch, Sonnenblumenkerne, Vollkorn, Hülsenfrüchte
  • B2 (Riboflavin): Milchprodukte, Eier, Mandeln, Pilze, grünes Blattgemüse
  • B3 (Niacin): Geflügel, Fisch, Erdnüsse, Vollkorn — dazu die Eigenbildung aus Tryptophan
  • B5 (Pantothensäure): praktisch überall, besonders in Leber, Eiern, Avocado, Pilzen
  • B6: Fisch, Geflügel, Kartoffeln, Bananen, Walnüsse
  • B7 (Biotin): Eigelb, Nüsse, Haferflocken, Sojabohnen
  • B9 (Folat): grünes Blattgemüse, Hülsenfrüchte, Brokkoli, Rote Bete
  • B12: Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte — pflanzlich praktisch nicht verfügbar

Ein Wort zur Zubereitung: B-Vitamine sind wasserlöslich und teils hitzeempfindlich. Beim Kochen gehen sie ins Wasser über, Thiamin und Folat reagieren zusätzlich empfindlich auf Hitze. Dünsten statt kochen, kurze Garzeiten und die Weiterverwendung des Kochwassers erhalten deutlich mehr. Auch Licht spielt eine Rolle: Riboflavin baut in durchsichtigen Behältern ab — einer der Gründe, warum wir im Apothekerbraunglas abfüllen.

Einnahme: Timing und Kombination

Morgens oder abends?

Die meisten nehmen B-Vitamine morgens, weil mehrere von ihnen zu einem normalen Energiestoffwechsel beitragen. Belegt ist keine bestimmte Tageszeit; entscheidend ist die tägliche Regelmäßigkeit.

Mit oder ohne Mahlzeit?

Zu einer Mahlzeit sind B-Vitamine in der Regel besser verträglich — auf nüchternen Magen reagieren manche Menschen empfindlich.

Der gelbe Urin

Wer einen B-Komplex nimmt, kennt das: Der Urin färbt sich intensiv gelb. Das ist Riboflavin und völlig harmlos — es zeigt lediglich, dass der Körper ausscheidet, was er nicht braucht.

Sinnvolle Partner

Magnesium trägt wie die B-Gruppe zu einem normalen Energiestoffwechsel und zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei. Vitamin C erhöht die Eisenaufnahme und ergänzt sich gut mit B12 und Folat, die beide zur normalen Blutbildung beitragen — mehr dazu in der Mineralstoffe-Kategorie.

Überdosierung und Sicherheit

Weil B-Vitamine wasserlöslich sind und ausgeschieden werden, ist das Risiko gering — aber nicht null. Bei sehr hohen Mengen über lange Zeit gibt es zwei Punkte, die man kennen sollte: Vitamin B6 kann in hoher Dauerdosierung das Nervensystem belasten, und hoch dosierte Folsäure kann einen bestehenden B12-Mangel im Blutbild verschleiern, während er im Nervensystem fortschreitet. Genau deshalb gehören B6, Folat und B12 in ein ausgewogenes Verhältnis statt in Einzeldosen nach Gefühl.

Unsere Dosierungen orientieren sich an den Nährstoffbezugswerten. Die angegebene tägliche Verzehrmenge sollte nicht überschritten werden, und wer mehrere Präparate kombiniert, behält die Gesamtmenge im Blick.

Worauf du beim Kauf achten solltest

1. Sind wirklich alle acht drin?

Manche „B-Komplexe“ enthalten nur vier oder fünf. Ein Blick auf die Nährwerttabelle lohnt sich.

2. Welche Formen?

Methylcobalamin oder Cyanocobalamin, Folat oder Folsäure, P-5-P oder Pyridoxin — die Verbindung steht bei seriösen Anbietern auf der Packung.

3. Ausgewogene Verhältnisse

Extreme Dosen einzelner B-Vitamine bei gleichzeitiger Unterdosierung anderer sind ein Warnsignal. Die Gruppe arbeitet zusammen.

4. Zusatzstoffe

Magnesiumstearat, Titandioxid, Farbstoffe: verzichtbar. Eine kurze Zutatenliste ist ein gutes Zeichen.

5. Lichtschutz

Riboflavin, Folat und B12 sind lichtempfindlich. Durchsichtige Plastikdosen sind für diese Vitamine die schlechtere Verpackung.

Qualität aus der Manufaktur in Memmingen

Vitalplant ist ein familiengeführtes Unternehmen aus dem Allgäu; die Nähe zu Vitalstoffen kommt bei uns aus der Apotheke. Für unsere B-Vitamine heißt das: durchdachte Formen statt der billigsten Rohstoffe, vegane Kapselhüllen aus Cellulose, Verzicht auf Magnesiumstearat und Füllstoffe, unabhängige Laborprüfung jeder Charge — und Abfüllung im lichtgeschützten Apothekerbraunglas, das gerade bei dieser Vitamingruppe kein Detail, sondern Notwendigkeit ist.

Fazit

Die B-Gruppe ist der Teil des Vitaminregals, bei dem sich genaues Hinsehen am meisten lohnt: acht Vitamine, über vierzig zugelassene Angaben, enge Verzahnung im Stoffwechsel — und große Unterschiede in den verwendeten Formen. Wer die Gruppe abdecken will, fährt mit einem vollständigen Komplex besser als mit Einzelpräparaten; wer sich pflanzlich ernährt, kommt an B12 nicht vorbei.

Mehr entdecken: alle Vitamine im Überblick, die Mineralstoffe und Spurenelemente als Gegenstück, Magnesium als häufigster Partner und die Themenwelt Energie & Sport.

Hinweis: Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern aufbewahren. Angaben gemäß Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 und Verordnung (EU) Nr. 432/2012.

Häufige Fragen zu B-Vitamine